Faire Gemeinde

Logo Faire Gemeinde mit dem Untertitel "solidarisch, ökologisch, global"

Seit 2019 ist die Hofkirche auch offiziell „Faire Gemeinde“! Mit diesem ökumenischen Siegel zeigen wir, dass wir verbindlich Verantwortung übernehmen für unsere Welt. Wir wollten bei unseren Beschaffungen und Veranstaltungen auf  Nachhaltigkeit und soziale Fairness achten. Das fängt beim Umweltpapier an, geht über Mehrweggeschirr auch bei großen Veranstaltungen und beinhaltet faire Produkte beim Konsum. Auch weniger Sichtbares gehört dazu, etwa Ökostrom, umweltverträgliche Reinigungsmittel oder mehr Fahrten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Beispielsweise hat der Kindergottesdienst seine Materialbeschaffung umgestellt, LAIB und SEELE hat in neues Geschirr (statt Einweggeschirr) investiert und auch unsere kleinen Abendmahlsbecher sehen wir jetzt regelmäßig wieder.

Am 4. November 2019 gab es einen großen Festgottesdienst bei uns, in dem an uns uns drei weiteren Gemeinden das Siegel „Faire Gemeinde“ übergeben wurde.

Aktuelle Informationen

Am 2. Oktober 2021 waren wir eine Station des ersten Ökofairen Wandertags für ökofaires Engagement in Köpenick. Dort haben wir unter anderem präsentiert, wie wir z.B. mit recycelten Fotoapparaten einen professionellen Livestream unserer Gottesdienste aufgebaut haben.

Am 8. November 2021 waren wir Gastgeber des Ökumenischen Forums zur Nachhaltigkeitsstrategie Treptow-Köpenick.

Die vier Aspekte der „Fairen Gemeinde“

Um als „Faire Gemeinde“ zertifiziert zu werden, muss sich eine Gemeinde verpflichten, Maßnahmen aus den folgenden vier Kategorien umzusetzen:

Bewusst konsumieren

Die Lebensmittelproduktion hat einen erheblichen Einfluss auf die Umwelt und verursacht zahlreiche soziale Probleme. So tragen die vermehrte Abholzung von Tropenwäldern für die landwirtschaftliche Nutzung und der Anbau von Monokulturen zum Biodiversitätsverlust bei. Ganze Bevölkerungsgruppen werden vertrieben, Kleinbauern und Kleinbäuerinnen werden gezwungen, ihr Land aufzugeben und verlieren ihre Existenzgrundlage. Armut und soziale Ungerechtigkeit sind die Folgen, gefördert durch einen grenzenlosen Konsum. Zudem stecken in vielen Lebensmitteln Pestizide oder sonstige chemische Zusatzstoffe. Diese belasten nicht nur die Umwelt, sondern auch unsere Gesundheit. Und müssen es wirklich die Äpfel aus Neuseeland sein, die ich kaufe? Faire Produkte gibt es übrigens auch sonntags an unserem Eine-Welt-Tisch oder Montag bis Freitag im Weltladen Köpenick bei uns im Haus.

Nachhaltig wirtschaften

In jedem Büro wird eine Vielzahl von Produkten benötigt – vom Tacker über Papier bis hin zu Möbeln. Für die Herstellung der verschiedenen Materialien werden endliche Rohstoffe verwendet und Lebensräume in den Ländern des Globalen Südens zerstört. Neben der Produktion und dem Transport entscheiden auch die Nutzung bzw. die Entsorgung über die Umweltbilanz eines Produktes.

Der größte Anteil der CO2-Emissionen in den Gemeinden wird durch die Immobilien, sprich die Kirchen und die dazugehörigen Gebäude, verursacht. Jede Person kann durch ihr eigenes Energieverhalten einen großen Beitrag leisten. Sei es durch das sinnvolle Beheizen von Räumen oder das Abschalten von elektrischen Geräten. Neben dem Beziehen von zertifiziertem Ökostrom kann durch einfache Maßnahmen, wie z.B. der Umrüstung auf LED-Beleuchtung, ein Vielfaches an Energie gespart werden. Das schont die Umwelt – und die eigenen finanziellen Ressourcen.

Global denken

Wir leben in einer immer kleiner werdenden Welt. Echtzeitkommunikation ist inzwischen mit fast jedem Winkel der Erde möglich. In unseren Produkten  – von Kleidung bis Technik – stecken Rohstoffe, Bauteile und Arbeitskraft aus oft drei oder mehr Kontinenten. Menschen sind mobil, sie reisen in fremde Länder, aber sie suchen dort auch neue Chancen. Trotzdem sind wir von der „Einen Welt“ noch weit entfernt. Wir blenden aus, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen unser Handeln in den anderen Teilen der Welt hat, mit denen wir wirtschaftlich so eng vernetzt sind. Die Lebenswirklichkeit der Menschen in Europa, Nordamerika oder Australien trennt immer noch Welten von Afrika, Lateinamerika und weiten Teilen Asiens.

Sozial handeln

„Fair“ wird oft auch mit „gerecht“ übersetzt. Der biblische Begriff der Gerechtigkeit – ähnlich wie der des Friedens – beschreibt nicht nur ein bestimmtes Handeln, sondern eine Grundhaltung und ein Grundverhältnis des Menschen zur Mitwelt. So sehr wir uns auch bemühen, global gerechte Verhältnisse zu schaffen, es wird immer auch die Bedürftigen geben. Auch in unserem engeren Umfeld. An sie sind wir gewiesen.

Wer mehr wissen möchte, kann sich auf der Webseite des Siegels näher informieren, von der auch die obenstehenden Textauszüge stammen. Dort gibt es auch die Checkliste möglicher Maßnahmen (PDF) zum Herunterladen.

Imagefilm „Faire Gemeinde Treptow Köpenick“

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