Der Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden ist ein Zusammenschluss von ca. 830 Baptisten- und Brüdergemeinden. 85.000 getaufte Mitglieder, viele Kinder und Freunde gehören dazu
Evangelische Freikirchen haben sich schon 1926 zu einer Arbeitsgemeinschaft, der "Vereinigung Evangelischer Freikirchen", zusammengeschlossen, um die Beziehungen zu vertiefen und gemeinsame Aufgaben anzugehen.
Am 21. Januar 1900 wurde die Kapelle auf dem Hof der Bahnhofstraße 9 eingeweiht. - Es kann interessant sein, ein wenig in alten Unterlagen, Bildern, Protokollen etc. zu lesen:
Dietrich Hübner hat für uns in alten Gemeindeprotokollen gelesen:
14.1.1899: Br. Gronemann berichtet, Br. Spuhn beabsichtige eine Baustelle in der Bahnhofstraße zu erwerben und darauf eine Kapelle zu errichten, die dem Gottesdienst der Gemeinde dienen solle. Dazu gab es viele Meinungen:
18.1.1899: Es zeigte sich, die Geschwister hatten die Sache gut überlegt. Nach erneuter Debatte wurde einstimmig beschlossen: Wir nehmen den Vorschlag von Br. Spuhn anzunehmen und die Kapelle zu bauen. Eine Kommission wurde gewählt mit den Brüdern Krüger, Kniese, Wilke und Gronemann.
21.1.1900: Feierliche Einweihung der neuen Kapelle in der Bahnhofstraße. Nachmittag 4 Uhr, die Kapelle faßt die Besucher nicht, wohl 300 Personen waren erschienen. Gäste von weither, aber auch der Bürgermeister Borgmann mit drei Stadtverordneten waren gekommen. Der Gesangverein wurde durch Geschwister des Gesangvereins Bethel verstärkt. "Lobe den Herrn, meine Seele" war das Lied. "Mein erst Gefühl sei Preis und Dank. Erhebe Gott, o Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang. Lobsing ihm, meine Seele!" - Glaubensstimme 569 sang die Gemeinde.

Bruder Spuhn spricht über die Worte 'Viele sind berufen, aber wenige auserwählt" und über die Entstehung ... des Baues: Grundsteinlegung am 19.7.1899, und am 12.8.1899 wurde gerichtet.
Beiträge der Geschwister wie Sologesang, Ansprachen und Vortrag von Gedichten schmückten das Fest. Viele gute Wünsche und Worte sind im Protokoll zu lesen, immer wieder aber Hinweise auf Gottes Führung der Gemeinde. In einer Teepause war Gelegenheit zu Gesprächen und Besichtigung. "Das Band des Friedens halten und arbeiten für den Herrn," lesen wir, "Aufmerksamkeit und freundliche Behandlung der Gäste" wird empfohlen.
Pflegt die Einigkeit und haltet das Band des Friedens, das mag verstaubt klingen, ist doch immer noch gültig. Wir zeugen wie vor 100 Jahren von Gottes Liebe.